Da ich nach langer Zeit wieder mit dem produzieren vonMusik anfangen wollte, suchte ich Studiomonitore im Preisbereich bis 300 €. Für die Prodipe Pro 5 habe ich mich in erster Linie aus zwei Gründen entschieden. Zum einen finde ich, es sind die einzigen Studiomonitore in diesem Preissegment, die professionell aussehen (Keine Plastik-Hochglanzfront, keine futuristischen spielerreien, sondern einfach schlicht und funktionell). Zum anderen besaß ich vor vielen Jahren einmal die originalen Pro 5 der ersten Serie und hatte diese in sehr guter Erinnerung.
Ich habe die Monitore jetzt seit einiger Zeit im Einsatz und bin immer noch erstaunt, was man heute für so einen geringen Preis bekommt. Die Lautsprecher klingen ausgewogen, natürlich und vor allem mit einer tollen Ortbarkeit/Räumlichkeit (eine extrem wichtige Eigenschaft für Studiomonitore um Instrumente im Mix korrekt platzieren zu können). Besonders gefallen mir die offenen Mitten. Hier kann man viele Feinheiten heraushören, Hall und Delay lassen sich super beurteilen. Zudem klingen die Lautsprecher sehr angenehm und man kann lange damit arbeiten ohne dass sie nerven oder in den Ohren weh tun.
Verglichen habe ich die Prodipe kürzlich mit den JBL LSR 305 (erste Serie), die mir ein Freund zur Verfügung gestellt hat. Dr Vergleich ist interessant, weil die JBLs einen sehr guten Ruf genießen und ebenfalls nur 109€ das Stück kosten. Sie klingen insgesamt größer und kräftiger. Allerdings meiner Meinung nach nicht so natürlich ausgewogen. Ganz klare Stärke der JBLs ist die Stereobreite die das platzieren von Klängen in der Breite extrem einfach macht. Bei der Stereotiefe sieht das etwas anders aus. Hier fällt es mit den Prodipe deutlich leichter Instrumente zu platzieren zum Beispiel den Sänger akustisch VOR dem Schlagzeug zu platzieren.
Im Endeffekt ist es natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich bin sehr zufrieden mit den Prodipe und kann super mit ihnen arbeiten.