Ausgangslage
Ich spiele seit rund zehn Jahren eine Taylor 214 Koa. Optisch war sie für mich nie ein Highlight, klanglich hat sie aber immer perfekt zu mir gepasst. Genau deshalb war sie lange mein Maßstab.
Die Suche nach einer Nachfolgerin
Seit etwa ein bis zwei Jahren habe ich gezielt nach einer Gitarre gesucht, die sowohl klanglich als auch optisch wirklich zu mir passt. Dabei war ich absolut offen, auch mehr Geld in die Hand zu nehmen. Lakewood, Taylor, Martin – ich hatte vieles in der Hand. Am Ende blieb aber immer das gleiche Gefühl: Keine kam klanglich wirklich an meine 214 Taylor heran. Und wenn das nicht passt, reicht es einfach nicht.
Die Martin im Warenkorb
Seit ungefähr einem Jahr hatte ich die Martin GPC-X1E im Warenkorb – allerdings war sie nie lieferbar. Optisch hat sie mich sofort angesprochen, und ich wusste: Die muss ich zumindest einmal anspielen. Klanglich hatte ich allerdings eher niedrige Erwartungen, vor allem wegen der Laminat-Bauweise. Zwar besitze ich eine Laminat-12-saitige Martin, die ich sehr mag, aber das Schwesternmodell im Johnny-Cash-Design hatte mich klanglich komplett enttäuscht.
Der Moment der Wahrheit
Im Februar 2026 kam dann plötzlich die Meldung: lieferbar. Ich habe sie sofort bestellt – und was soll ich sagen: Sie ist ein Traum.
Klang und Spielgefühl
Immer im direkten Vergleich mit meiner Taylor ist die Martin klanglich absolut ebenbürtig. Sie ist etwas leiser, dafür weniger schrill und insgesamt ausgewogener. Die originalen Martin-Saiten habe ich relativ schnell gegen Elixir getauscht; seitdem lässt sie sich hervorragend spielen.
Im Studio habe ich den Soundvergleich auch dem Produzenten und den Bandkolleginnen überlassen – und wir haben uns am Ende tatsächlich für die Martin auf der Aufnahme entschieden. Damit hatte ich selbst nicht gerechnet.
Optik und Ausstattung
Optisch ist sie für mich ein echtes Highlight. Nicht nur der matt-schwarze Body, sondern auch die Perlmutt-Inlays, die auf Fotos oft gar nicht richtig zur Geltung kommen. Die Rückseite des Halses würde ich persönlich vielleicht etwas anders gestalten, sie wirkt aus der Nähe leicht nach PVC-Optik – fügt sich im Gesamtkonzept aber trotzdem gut ein.
Der Tonabnehmer klingt amtlich, der Tuner ist zuverlässig und intuitiv zu bedienen.
Kleines Extra
Nicht entscheidend, aber erwähnenswert: Auch das Case ist hochwertig verarbeitet und in einem schönen Dunkelgrau-Blau gehalten, das sehr stimmig wirkt.
Fazit
Sie begleitet mich jetzt sowohl auf der Bühne als auch im Studio. Genau so soll es sein 🙂